Innovationsforum für Mikrotechnologien gestartet Geschrieben am Dienstag, 27. Januar 2009 von firmenpresse MicroMountains Netzwerk bringt und Forschung und Firmen an einen
Tisch / Neue Entwicklungen drängen auf den Markt / Strom aus
flatternden Folien, Mikrosensoren für Autoreifen und Bandscheiben-OP,
neue Lösungen für Maschinenbau, Gebäude- und Labortechnik

Villingen-Schwenningen, 26. Januar 2009. Zahlreiche mikrotechnische Entwicklungen drängen auf den Markt. Sie warten nur auf interessierte Unternehmen. Diese Botschaft vermittelte das neue iNNOVATION fORUM des baden-württembergischen Netzwerks MicroMountains jetzt in Villingen-Schwenningen. Zwanzig Mikrosystemtechnik-Wissenschaftler aus ganz Europa und den USA präsentierten Forschungsergebnisse und Prototypen. Mehr als 100 Entscheidungsträger aus der Industrie suchten das Gespräch mit ihnen und ließen sich über konkrete Anwendungsmöglichkeiten der Mikrotechnologien informieren.

„Auf Anhieb entstanden neue Partnerschaften. Aus einigen der vorgestellten Entwicklungen können sehr bald serienreife Produkte werden. Damit haben wir das Ziel des Forums erreicht.“ So das Resumée von Dr. Thomas Link, Vorstand des Technologiedienstleisters MicroMountains Applications AG, als Mitveranstalter und Moderator des Forums. Die Wissenschaftler seien hoch erfreut gewesen, dass sie mit Praktikern aus der Industrie im kleinen Kreis reden konnten.

„Wir erwarten von diesem dialogorientierten Technologietransfer, dass Innovationen schneller aufgegriffen werden und früher auf den Markt kommen. Nur so kann man den Vorsprung auf dem Weltmarkt halten“, sagte Thomas Albiez, Hauptgeschäftsführer des Mitveranstalters IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg und Vorsitzender der Technologieinitiative MicroMountains Network e.V. Das MicroMountains iNNOVATION fORUM werde fortgesetzt. „Wenn klassische Absatzmärkte kranken, braucht es umso mehr Neuerungen“, ergänzte Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister in seinem Grußwort. Darum fördere das Land die Mikrosystemtechnik-Initiativen.

Interesse weckten insbesondere die Beiträge zur Mikroenergietechnik. Dieser Forschungszweig arbeitet an Lösungen zur Energiegewinnung aus der direkten Umgebung von Sensoren, zum Beispiel aus Abwärme oder aus Vibrationen von Maschinen. Damit wären Verkabelungen für die Stromzufuhr bzw. Batterien in vielen Fällen überflüssig. Vorgestellt wurden hauchdünne Folien, in die Mikrogeneratoren eingelassen sind und die allein durch das Flattern im Wind Strom erzeugen. Ebenso ging es um Sensoren und Systeme für industrielle Anwendungen, Maschinenbau, Autoreifen, Gebäude- und Labortechnik, um mikrofluidische Lösungen und Mikrodosiersysteme. So wurde gezeigt, wie man Flüssigkeiten automatisch auf Nano- und Pikoliter genau dosieren kann – eine Lösung, die Arbeitsprozesse in Labor, Medizin und Industrie vereinfachen und kostengünstiger machen würde. Gezeigt wurden neue Ansätze für miniaturisierte Bewegungs- und Luftqualitätssensoren und medizintechnische Sensoren, darunter ein Gerät zur präzisen Kontrolle von Bandscheiben-Operationen.

Unternehmer und Interessenten aus Entwicklungsabteilungen der Industrie können sich über die Internetadresse www.innovation-forum.eu weiter informieren. Ansprechpartner ist Marcel Trogisch, Projektleiter bei der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, Romäusring 4, 78050 Villingen-Schwenningen, Telefon +49 7721 922170, Fax +49 7721 922182, E-Mail trogisch@villingen-schwenningen.ihk.de.


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