Frischer Wind für die Fachkräfteausbildung Geschrieben am Montag, 07. April 2008 von firmenpresse Frischer Wind für die Fachkräfteausbildung

Der wachsende Arbeitskräftebedarf zeigt: Windenergie ist weiter im Aufwind.
Anhaltendes Wachstum der regenerativen Energien sowie stetige technische
Neuerungen machen die Windenergie zu einer zukunftsträchtigen Branche.
Weiterentwicklungen sind aber auch in der Qualifizierung von
Wind-Fachkräften in Produktion und Wartung gefragt – so das
Untersuchungsergebnis eines gemeinsamen Projekts der Wirtschaftsakademie
Schleswig-Holstein, des Berufsbildungsinstituts für Arbeit und Technik
(biat) der Universität Flensburg, der Berufsschule Husum und der EUC Syd
Sonderborg.

Das mit EU-Mitteln geförderte Interreg Projekt „Internationalisierte
Mechatronik für Windkraft-Technologie“ (kurz: IMWatT) hat bereits im
vergangenen Jahr eine breit angelegte Umfrage in deutschen und dänischen
Betrieben der Windbranche durchgeführt, um die Aus- und Weiterbildung der
Fachleute weiter zu verbessern. Die Befragten waren sich einig: Die
Ausbildung angehender Mechatroniker und Servicefachkräfte muss neben
Qualitätssicherung oder fachspezifischen Inhalten wie beispielsweise dem
Warten von Windkraftanlagen auch internationale Komponenten enthalten.
Englischkenntnisse sind dabei ein weiterer wichtiger Baustein, um
länderübergreifende Kooperationen der Branche weiter zu fördern und zu
vereinfachen.

Auf Grundlage dieser Erkenntnisse wurden angehende Mechatroniker an der
dänischen Berufsschule EUC Syd in Sonderburg für die grenzüberschreitende
Zusammenarbeit bereits im Herbst 2007 fit gemacht. In deutsch-dänischer
Zusammenarbeit erhielten die Auszubildenden erstmals Fachunterricht in
englischer Sprache. Im Februar dieses Jahres schloss sich eine Pilotschulung
deutscher Mechatronik-Auszubildender der Berufsschule Husum in Sonderborg
an. Insgesamt zehn künftige Windexperten wurden hier in einem speziellen
Hydraulikmodul für die Windenergiebranche qualifiziert. Eine positive Bilanz
zieht Dr. Michael Schmiech von der Berufsschule Husum: „Das Projekt kam sehr
gut bei unseren Auszubildenden an, sie fühlen sich durch die neuen Lern- und
Ausbildungsmodule noch besser auf eine berufliche Zukunft in der
Windenergiebranche vorbereitet.“

Nach diesem bestandenen Praxistest werden die neuen Qualifizierungsbausteine
künftig auch bei der Wirtschaftsakademie in Husum zum Einsatz kommen. Schon
in dem am 21. April neu startenden Lehrgang für Servicemonteure in der
Windenergie werden die neuen service- und arbeitsspezifischen Themen als
auch englischsprachiger Fachunterricht auf dem Themenplan stehen.

Weitere Informationen zum Projekt IMWatT sind bei Stephan Jung von der
Wirtschaftsakademie unter Tel. 0431-3016146, per Mail unter
stephan.jung@wak-sh.de oder unter www.imwatt.eu zu erhalten.



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