Technikverliebte IT-Leiter landen im Abseits - CIOs sollten Sprache der Vorständ Geschrieben am Dienstag, 08. Mai 2007 von firmenpresse

Von Gunnar Sohn

München - Geschäftsführer und Vorstände haben erkannt, dass die Informationstechnik (IT) eine entscheidende Rolle bei der strategischen Unternehmensentwicklung spielt. Dennoch gaben nach einer Deloitte-Umfrage http://www.deloitte.com nur 14 Prozent der befragten Führungskräfte zu Protokoll, vollständig über ihre IT-Strategie informiert zu sein, die über die Automatisierung von Geschäftsprozessen, E-Mails oder kundenfreundliche Internetoberflächen hinaus gehe. 69 Prozent der Führungskräfte bewerten eine richtige IT-Strategie für Controlling, Reporting, Marketing, Risikomanagement, Fertigung und Entwicklung, Globalisierung und Outsourcing mit sehr wichtig. 66 Prozent nutzen die IT als Instrument, um mehr über ihre Kunden zu erfahren. 57 Prozent sehen sie als Hauptbestandteil des Risikomanagements und 50 Prozent sind sogar der Meinung, die richtige IT-Strategie bringe entscheidende Wettbewerbsvorteile.

Obwohl 66 Prozent darin übereinstimmen, dass IT-Fragen von der Unternehmensführung diskutiert werden sollen, steht das Thema bei nur elf Prozent der Führungskräfte auf der Agenda. Das begründet knapp die Hälfte der Befragten mit unzureichenden Informationen, die sie für Vorstandssitzungen erhalten. Als ein entscheidender Faktor wird generell die Kommunikation zwischen Unternehmensleitung und IT-Abteilung gesehen. Über ein Viertel der Führungskräfte berichtet, der IT-Leiter oder Chief Information Officer (CIO) habe große Schwierigkeiten, technische Probleme verständlich darzustellen und unternehmerische Prioritäten des Vorstandes zu berücksichtigen. Mehr als die Hälfte meint, die IT versäume es, internationale Wachstumschancen zu unterstützen. In Unternehmen, in denen der Vorstandsvorsitzende aktiv die Diskussionsverantwortung zur IT-Strategie übernimmt, ist die restliche Vorstandsebene (90%) davon überzeugt, ausreichende Informationen zu erhalten, um die Einsatzmöglichkeiten der IT voll auszuschöpfen.

„IT und Management müssen sich an gemeinsamen Zielen ausrichten: Unternehmenslenker sollten lernen, wie sich die IT für den Geschäftserfolg besser einsetzen lässt und von den IT-Verantwortlichen kann man verlangen, sich stärker mit den Anforderungen des Marktes zu beschäftigen. Hier liegt eine große Chance für beide Seiten. Zudem gehört die IT-Abteilung zu den wenigen Stellen im Unternehmen, die einen Blick auf die gesamten Prozessketten ermöglichen“, so die Markterfahrung von Axel Schnell, Chief Operating Officer des Stuttgarter ITK-Systemintegrators Nextiraone http://www.nextiraone.de. IT-Leiter mit Technikverliebtheit und betriebswirtschaftlicher Blindheit landen irgendwann im Abseits, so das Ergebnis einer Expertenrunde der Computer Zeitung http://www.computer-zeitung.de. „Wenn CIOs die nötigen Voraussetzungen erfüllen und zudem die Sprache der Vorstände sprechen, werden sie nicht als Techniker belächelt, sondern ebenso ernst genommen wie der Finanz- oder Vertriebsvorstand“, resümiert das Fachblatt.



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